Anfrage kostenlos, Versandlabel per E-Mail, schriftlicher Kostenvoranschlag nach Diagnose. Reparatur nur nach Ihrer Freigabe.
Erst schauen, dann testen
Nach einem Sturz ist der erste Impuls, die Kamera sofort einzuschalten. Machen Sie vorher eine Sichtprüfung. Denn wenn ein Objektivteil im Bajonett verkantet oder ein Spiegel schief hängt, kann das Einschalten den Schaden vergrößern.
- Lose Teile einsammeln. Gegenlichtblende, Abdeckkappen, Wahlräder, Displayteile. Alles gehört später in die Einsendung.
- Objektiv prüfen. Sitzt es noch fest? Lässt es sich normal abnehmen? Zoom- und Fokusring leichtgängig? Wenn etwas klemmt: nicht mit Gewalt.
- Bajonett und Gehäuse. Risse, Verzug, klaffende Spalten. Ein verzogenes Bajonett erkennen Sie oft daran, dass das Objektiv wackelt.
- Display und Sucher. Risse, dunkle Flecken, Streifen.
- Dann einmal vorsichtig einschalten. Testbild machen, Fehlermeldung notieren, Bild am Rechner auf Schärfe prüfen. Danach ausschalten.
Versteckte Schäden: Die Kamera läuft, aber nichts stimmt mehr
Die tückischen Sturzschäden sind die unsichtbaren. Typische Anzeichen:
- Fokus trifft nie. Verzogenes Bajonett, verändertes Auflagemaß oder dejustiertes AF-Modul. Bilder wirken weich, egal was Sie einstellen.
- Einseitige Unschärfe. Eine Bildseite scharf, die andere nicht: Sensor oder Linsengruppe verschoben.
- Stabilisator rattert. Bei Systemkameras ein klassisches Sturzsymptom: Die IBIS-Einheit ist aus ihrer Lagerung gesprungen.
- Sporadische Fehlermeldungen. „Objektiv prüfen“, „Err 01“, „Kamerafehler“: gelockerte Flexkabel oder angerissene Kontakte.
- Verschluss mit Balken. Dunkle Streifen im Bild, besonders bei kurzen Zeiten: Verschlusslamellen beschädigt.
Was Sie nicht selbst versuchen sollten
- Klemmende Objektive mit Kraft drehen oder abziehen.
- Hängende Spiegel oder Verschlüsse mit dem Finger anschieben.
- Gehäuse mit Sekundenkleber „reparieren“. Das verklebt Dichtungen und macht die spätere Reparatur teurer.
- Sensorreinigung nach einem Sturz, bei dem Glassplitter oder Metallabrieb entstanden sein könnten.
Für die Versicherung: Jetzt dokumentieren
Fotos von der Kamera, vom Ort, vom Untergrund. Datum, Uhrzeit, kurzer Hergang in zwei Sätzen. Wenn die Kamera nicht Ihnen gehört: Name des Eigentümers und Ihre Haftpflichtversicherung informieren. Der Versicherer verlangt fast immer einen Kostenvoranschlag, den Sie online in Minuten bekommen. Was welche Police zahlt, steht auf der Seite Kamera als Versicherungsfall.
Was die Werkstatt macht
Mechanische und elektronische Prüfung, Instandsetzung mit passenden Teilen, danach Justage von Auflagemaß, Autofokus und Stabilisator am Prüfstand. Genau diese Justage unterscheidet eine Fachreparatur vom bloßen Teiletausch. Mehr auf der Seite Sturzschaden-Reparatur.
Online in rund 5 Minuten als PDF, ab 25 €, ohne Einsendung: kostenvoranschlag-sofort.de, die KVA-Plattform der FBB-Service Management GmbH.